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Fw 190A-8 Weekend Edition

(Eduard - Nr. 84120)

Eduard - Fw 190A-8 Weekend Edition

Produktinfo:

Hersteller:Eduard
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:84120 - Fw 190A-8 Weekend Edition
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Oktober 2014
Preis:ca. 13,50 €
Inhalt:
  • 5 Plastikspritzlinge
  • 1 Spritzling aus transparentem Material
  • 1 SUPERFABRIC Gurtset
  • 2 kleine Decalbogen
  • 1 teils farbige Bauanleitung
  • 1 ordentlicher Stülpkarton

 

Besprechung:

Zur Geschichte:

Die Fw 190A-8 Serie wurde damals zum ersten Mal mit einem funktionierenden MW-50-System für eine kurzzeitige Leistungssteigerung des Motors ausgestattet (zusätzliche Methanol/Wassereinspritzung). Zu diesem Zweck wurde das Flugzeug mit einem Tank von 115 Litern Kapazität hinter dem Pilotensitz zur Aufnahme des Methanol-Wasser-Gemisches ausgestattet. Dieser Tank konnte alternativ als interner Zusatztank für Benzin genutzt werden und machte einen Umbau der Funkausrüstung auf dem Platz hinter dem Pilotensitz nötig. Zudem wurden die Sauerstoffflaschen des Piloten nach hinten verlagert und rund um den neuen Tank platziert. Der Zugang zu den Sauerstoffflaschen und den Tank erfolgte über eine runde Zugangsklappe auf der Unterseite des Rumpfes, unmittelbar hinter den Tragflächen, an der die A-8-Variante leicht erkannt werden kann. Diese Art von System zur Leistungssteigerung gab es auch schon bei früheren Versionen der Maschine, wobei es sich meistens aber um Versuchsmuster handelte.

Neben dem leistungssteigernden MW-50-System wurde die A-8 ab Juli 1944 serienmäßig mit einer erhöhten Notleistung ausgestattet. Dadurch konnte der Ladedruck in Bodenhöhe von 1,42 ata auf 1,58 ata und in größeren Höhen auf 1,65 ata gesteigert werden. Diese Maßnahme führte je nach Flughöhe zu einer Erhöhung der Spitzengeschwindigkeit von ca. 22 bis 25 km/h. Wie bei allen Systemen für die Sonder- und Notleistung des Motors war seine Verwendung zeitlich auf zehn Minuten begrenzt, allerdings konnte es nach dem Abkühlen des Motors mehrmals pro Einsatz verwendet werden. Desweiteren verfügte die Fw 190A-8 über einen neuen Propeller mit paddelförmigen Blättern aus Holz.

Ab dem Jahr 1944 wurde im Rahmen des ausgerufenen Jägernotprogramms im Reich die Produktion von Jagdflugzeugen massiv erhöht. Die Fw 190 eignete sich aufgrund ihrer modularen Bauweise ähnlich gut zur Massenfertigung wie die Messerschmitt Bf 109. So wurde sie in der A-8-Variante in großen Stückzahlen in allen mit Focke-Wulf zusammen arbeitenden Flugzeugwerken hergestellt. Neben den bereits etablierten Werken begannen nun auch die Werke in Cottbus, Sorau, Posen und die Norddeutschen Dornierwerken in Wismar mit ihrer Produktion. Viele kleinere Unternehmen stellten weniger komplexe Baugruppen her, übernahmen die Instandsetzungen und führten das Material abgeflogener und von den Einsatzgeschwadern ausgesonderter Flugzeuge der Wiederverwertung zu. Aufgrund dieser Anstrengungen zur Erhöhung der Produktion stellt die A-8 mit 6.550 Exemplaren die meistgebaute Variante der Fw 190 dar.

Eduard - Fw 190A-8 Weekend Edition

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Fw 190A-8 Weekend Edition

 

Eduard - Fw 190A-8 Weekend Edition

Das Modell:

Obwohl es sich um eine Wiederauflage handelt, sind die Plastikteile immer noch von hervorragender Qualität. Versenkte Blechstöße und perfekt ausgeführte Nietenreihen zieren die Oberflächen des Flugzeugs. Sinkstellen, Fischhaut oder Formversatz sind nicht zu erkennen. Ebenso halten sich die Formtrennlinien auf den besonders kleinen Teilen in Grenzen. Die wenigen Auswerfermarken sind an später nicht sichtbaren Stellen zu finden.

Der Zusammenbau beginnt wie meist üblich bei Flugzeugen mit dem Cockpit. Bei jedem auch noch so kleinen Teil ist angegeben, wie es zu bemalen ist, was besonders nicht so vertrauten Modellbauern behilflich sein wird. Quer- und Seitenruder sind nicht angegossen (Landeklappen und Höhenruder leider schon) und können daher in variabler Stellung angebracht werden. Die Waffenschächte im Rumpf und in den Tragflächen können offen oder geschlossen dargestellt und somit bei Bedarf zu einem richtigen Blickfang ausgearbeitet werden. Insbesondere der Motor (mit seinen Abgasrohren) und das Fahrwerk sehen gut aus, PE-Teile hierfür sind aber nicht vorhanden. An Außenlasten kann entweder eine Bombe oder ein Zusatztank angebracht werden.

Zu bedenken ist aber, dass man mit Sorgfalt und Bedacht an den Zusammenbau des Modells gehen sollte. Es ist ein kompletter Bausatz in perfekter Abspritzung ohne die Notwendigkeit von Zurüstteilen. Das ist gelungen – aber es wurden hier auch „Fehler“ früherer Bausätze wiederholt. Die Tendenz zum Over-engineering zwingt teilweise zur Ausführung umfangreicher Bauschritte, die in zeitraubender Manier mit äußerster Sorgfalt zu bewältigen sind. So muss die gesamte Motorkonstruktion mit Motorträger und den einzelnen Abgaskrümmern unter Verwendung einer Montageschablone montiert werden (siehe Anleitung Seite 6).

Darstellbare Maschinen:
  • Alfred Bindseil, 6./JG 1, Stormede, Germany, 1944
  • Blaue '8', 'Erika', IV./JG 5, Herdla, Norway, 1945
Stärken:
  • Saubere, scharfe Gravuren und Nieten
  • Klappen sind separat ausgeführt
  • Detailliertes Fahrwerk
  • Detailliertes Cockpit mit Gurten
  • Detaillierter Motor
Schwächen:
  • Relativ komplizierter Zusammenbau der feinen Teile 
Anwendung:
  • Für Einsteiger und Fortgeschrittene
  • Schwierigkeitsstufe 3 von 5

Fazit:

Ein super Bausatz zu einem mehr als fairen Preis, bekommt man doch für wenig Geld einen hervorragend ausgeführten Plastikbausatz. Sehr empfehlenswert auch für Anfänger, die sich auf diese gelungene Fw 190 einlassen wollen.

Weitere Infos:

Referenzen: Weitere Informationen über das Flugzeug erhält man hier.
Anmerkungen:

Den Bausatz auf der Homepage von Eduard sowie die zugehörige Anleitung erreicht ihr über folgende Links:

Diese Besprechung stammt von Gerald Willing - 18. November 2014

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