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Grumman F6F-3 Hellcat

(Eduard - Nr. 8221)

Eduard - Grumman F6F-3 Hellcat

Produktinfo:

Hersteller:Eduard
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:8221 - Grumman F6F-3 Hellcat
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:März 2008
Preis:ca. 30 €
Inhalt:
  • 108 Spritzgussteile
  • 17 Klarsichtteile
  • 2 Fotoätzbogen
  • 1 Masken
  • 1 Decalbogen
  • 1 Bauanleitung
  • Besprechung:

    Das Original

    Die F6F sollte lediglich eine verbesserte F4F Wildcat werden. Die Forderung nach verbesserten Flugleistungen und einem Motor in der 2.000 PS Kategorie ließen sich mit der Zelle der F4F jedoch nicht verwirklichen und nach dem Überfall der Japaner auf Pearl Harbor wurde der Entwicklungsauftrag grundlegend angepasst und überarbeitet. Als Motor war der Pratt&Whitney R-2800 Double Wasp vorgesehen. Die um den Motor herum entwickelte Zelle zeigte nicht gerade die schlanken und eleganten Linien eines Jagdflugzeuges. Ungeachtet dessen zeigte der erste Prototyp bei seinem Erstflug im Oktober 1942 herausragende Flugleistungen. Die weitere Entwicklung ging zügig voran und der zweite Prototyp konnte bereits im Standard der F6F-3, dem geplanten ersten Serienlos, fliegen. Ab Januar 1943 begann die Auslieferung von Maschinen an das Geschwader VF-9 an Bord der USS Essex, um das Muster ersten Truppenerprobungen zu unterziehen. Bereits im August 1943 war die F6F so weit entwickelt und erprobt, dass die neuen zur Verfügung stehenden Träger der Essex und Independence Klasse damit ausgerüstet werden konnten. Nach dem Erscheinen auf dem pazifischen Kriegsschauplatz - am 31. August 1943 beim Angriff auf Marcus Island - avancierte die F6F-3 schnell zum Standard Jagdflugzeug der Trägerverbände der U.S. Navy. Bis zum Ende des Krieges gingen auf das Konto der F6F allein 4.947 von insgesamt 6.477 bestätigten Abschüssen trägergestützter Flugzeuge der U.S. Navy. Neben der F6F-3 und der nachfolgenden F6F-5 entwickelte Grumman auf Basis der Hauptversionen spezielle Nachtjägervarianten mit Radarausstattung. Neben der U.S. Navy flog die Hellcat während des zweiten Weltkrieges beim Fleet Air Arm der Royal Navy in verschiedenen Versionen. Nach dem Krieg erhielten die Marinen Frankreichs, Argentiniens und Uruguays einige Hellcats die dort teilweise bis Anfang der 1960 Jahre im Dienst standen. Bei der U.S. Navy beendete die F6F ihre Karriere als Drohne.

    Das Modell

    Warum eine neue F6F wo es doch ein gutes Modell aus dem Hause Hasegawa gibt? Nun die Antwort ist einfach, die Entwicklungs- und Spritzgusstechnik sowie die Möglichkeiten diese kostendeckend und effektiv für den Modellbau zu nutzen, hat sich in den vergangenen Jahren rasend entwickelt und bietet heute weit mehr Möglichkeiten als noch vor 10 Jahren. Daher ist ein Modell des Standard Jagdflugzeuges der U.S. Navy aus der Zeit des zweiten Weltkrieges in zeitgemäßer Qualität und mit diversen Extras und serienmäßig mit Fotoätzteilen versehen, so wie es hier vor mir - frisch aus dem Hause Eduard - auf dem Modellbautisch liegt, höchst willkommen.

    Eduard - Grumman F6F-3 Hellcat

    Spritzgussteile

    Eduards F6F knüpft nahtlos an den hohen Qualitätsstandard der Bf 110 und Fw 190 an. Die Oberflächen zeigen exakte und fein versenkte Gravuren und Nietenreihen, wobei die Gussqualität auf bekannt hohem Niveau liegt. Auswerfermarken und überschüssigen Grat sucht man hier vergeblich und das was dem Modellbauer hier spritzgusstechnisch geboten wird ist bemerkenswert. Die Aufteilung der Einzelteile ist klassisch und bietet keine größeren Überraschungen. Lediglich die Anbindung der Tragflügel an den Rumpf scheint mir etwas unvorteilhaft, das wird aber die Montage zeigen!

    Für die F6F hatten sich die Entwickler bei Eduard das Ziel gesetzt, ein qualitativ hochwertiges Modell zu entwickeln welches dabei aber einfach aufgebaut ist und aus möglichst wenig Teilen besteht - vorweg gesagt, die Zielerreichung liegt bei nahe 100%. Zwar befinden sich an den Spritzlingen 125 Einzelteile, verglichen mit den ca. 75 der Hasegawa Hellcat recht viel, im Vergleich zu den rund 170 der Fw190 aber dann doch wieder eher wenig. Der Bausatz bietet einige Optionen, so liegen alle Steuerflächen separat bei und es sind nicht weniger als drei unterschiedliche Motorabdeckungen enthalten. Cockpit, Motor und Fahrwerk sind exzellent wiedergegeben, des weiteren liegen dem Bausatz einige Außenlasten in Form von Bomben und einem Zusatztank bei. Unter Berücksichtigung des einfachen Aufbaus hat man auf offene Waffenschächte und weitere Features verzichtet, bietet mit dem vorhandenen aber ausreichend genug um ein Topp-Modell zu erstellen.

    Zelle

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    Grumman F6F-3 Hellcat

     

    Tragwerk

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    Steuerflächen, Cockpit und Außenlasten

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    Cockpit, Fahrwerk, Motor- und Kleinteile

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    Grumman F6F-3 Hellcat

     

    Eduard - Grumman F6F-3 Hellcat

    Klarsichtteile

    Die Klarsichtteile sind ausreichend dünn und schlierenfrei gespritzt und sehr transparent. Die Schiebehaube ist zwei mal vorhanden, wobei eine Haube für die Darstellung in geschlossener und die andere Haube für die Darstellung in geöffneter Position vorgesehen ist. Mit der geringfügig größeren Haube für die geöffnete Position haben die Entwickler eine genial einfache Lösung gefunden die Materialstärke und die damit häufig zu findenden Probleme von zu kleinen Schiebehauben zu kompensieren.

    Eduard - Grumman F6F-3 Hellcat

    Fotoätzteile

    Die beiliegenden Fotoätzteile sind in der gewohnten Eduard-Qualität, wobei die Platine für die Interieurteile bereits farbig bedruckt ist. Hier sagen Bilder mehr als Worte!

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    Grumman F6F-3 Hellcat

     

    Decals

    Ein absolutes Highlight, gerade der letzten Eduard Bausätze, sind die Decals, da macht auch der jüngste Sproß keine Ausnahme! Die von Cartograf auf glänzendem Trägerfilm gedruckten Decals sind versatzfrei und exakt gedruckt. Neben Markierungen für fünf, teilweise recht bunte F6F-3, enthält der Bogen eine ganze Reihe an Beschriftungen.

    Eduard - Grumman F6F-3 Hellcat

    Bauanleitung

    Die Bauanleitung in Form eines 15 seitigen DIN A4 formatigen Heftes ist sehr ausführlich und weist in den Bauabschnitten mit Hinweisen auf Varianten und den Verbau der Fotoätzteile hin. Die Farbangaben beziehen sich auf Farben aus dem Programm von Gunze.

    Einen separaten Teil nimmt die Darstellung der Markierungsvarianten in Anspruch. Jede der darstellbaren Maschinen wird auf einer DIN A4 Seite mit kurzem geschichtlichen Abriss in farbigen Seiten- Unter- und Draufsichten dargestellt. Auf die Anbringung der Beschriftungen wird auf einem separaten Blatt eingegangen.

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    Grumman F6F-3 Hellcat

     

    Eduard - Grumman F6F-3 Hellcat

    Weitere Infos:

    Anmerkungen:

    Den Bausatz auf der Homepage von Eduard sowie die zugehörige Anleitung erreicht ihr über folgende Links:

    Diese Besprechung stammt von Christian Bruer - 09. September 2013

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