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Messerschmitt Bf 109 E-4/7 Trop

(Tamiya - Nr. 61063)

Tamiya - Messerschmitt Bf 109 E-4/7 Trop

Produktinfo:

Hersteller:Tamiya
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:61063 - Messerschmitt Bf 109 E-4/7 Trop
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:1998
Inhalt:
  • 2 graue Spritzlinge
  • 1 Klarsichtteilspritzling
  • Polycaps
  • Decalbogen
  • Bemalungsanleitung, maßstäblich
  • Bauanleitung

Besprechung:

Das Original

Wenn es im 2. Weltkrieg ein Standardjagdflugzeug der Luftwaffe gegeben hat, so war dies mit Sicherheit die Me 109. In zahlreichen Varianten gebaut war die Me 109 bereits im spanischen Bürgerkrieg im Einsatz, und nach 1945 auch bei den Luftwaffen zahlreicher anderer Nationen, teils auch als Nachbau.

Auf eine ausführliche Beschreibung der Varianten möchte ich hier verzichten, dafür gibt es mehr als genug Literatur bzw. Informationsmöglichkeiten im Internet. Der Tamiya-Bausatz ermöglicht den Bau der Bf 109 E-4, der Bf 109 E-7 oder der jeweiligen Tropenversion (mit Zusatz "Trop"). Diese beiden E-Versionen sind äußerlich kaum zu unterscheiden. Bei der E-7 war die Anbringung eines Zusatztanks möglich, die Tropenversionen hatten einen dem Klima angepassten Luftfilter.

Der Bausatz

Neu ist dieser Bausatz nicht, er kam bereits 1998 auf den Markt. Die Konkurrenz mit anderen Herstellern braucht er trotzdem nicht zu scheuen.

In gewohnt guter Tamiya-Qualität zeigt sich der Bausatz beim Öffnen der Schachtel. Geboten werden dem Modellbauer versenkte Panellines, ein Zusatztank, drei verschiedene Propellernaben, eine Piloten-Figur und ein ordentliches Cockpit. Für sehr nützlich halte ich die Polycaps, mit denen der Propeller über eine Steckverbindung am Modell befestigt werden kann. Dadurch ist man flexibler, wenn es z.B. um den Transport des Modells geht.

Die wenigen Klarsichtteile sind sauber und schlierenfrei gespritzt. Es liegt auch ein Extrateil zur Darstellung der gepanzerten Frontscheibe bei. Die Kabinenhaube kann geöffnet dargestellt werden.

Ein kleiner Kritikpunkt ist das Fehlen jeglicher Darstellung des Motors. In diesem Maßstab wäre es wünschenswert, wenn man das Modell z.B. auch mit geöffneter Motorabdeckung darstellen könnte. Zudem ist die Darstellung der Rahmen unter dem bespannten Seiten- bzw. Höhenruder etwas zu stark ausgefallen. Hier muss man wohl etwas spachteln und schleifen.

Der Spritzling mit den Rumpfteilen und dem Cockpit
Der Spritzling mit den Rumpfteilen und dem Cockpit

Tragflächen, Propeller und Kleinteile
Tragflächen, Propeller und Kleinteile

Sauber gespritzte Klarsichtteile
Sauber gespritzte Klarsichtteile

Details - Höhen- und Seitenruder, Lufteinlass und drei Propellernaben
Details - Höhen- und Seitenruder, Lufteinlass und drei Propellernaben

Die Bauanleitung ist gut verständlich und übersichtlich, die Farbangaben beziehen sich ausschließlich auf das angebotene Farbsortiment von Tamiya, RLM-Farbangaben bzw. Angaben zur Palette anderer Hersteller wären hier wünschenswert. Vorbildlich ist dagegen eine Bemalungsanleitung genau im 1:48 Format des Modells, die als separates Blatt beigelegt ist. Farbgrenzen und Tarnschemen können so ohne großen Aufwand direkt auf das Modell übertragen werden.

Die Decals für die drei darstellbaren Flugzeuge sind sauber gedruckt, haben aber wie bei Tamiya oft üblich einen etwas dicken Trägerfilm. Hier wird man um den Einsatz von Weichmacher nicht herumkommen bzw. man muss auf einen anderen Decalhersteller zurückgreifen.

Die drei darstellbaren Maschinen
Die drei darstellbaren Maschinen

Sauber gedruckte Decals für drei Maschinen mit etwas dickem Trägerfilm
Sauber gedruckte Decals für drei Maschinen mit etwas dickem Trägerfilm

Foto vom Verpackungskarton
Foto vom Verpackungskarton

Darstellbare Maschinen:
  • 7. Staffel, Jagdgeschwader 26
  • 2. Staffel, Jagdgeschwader 27, Nordafrika, September 1941
  • 1. Staffel, Jagdgeschwader 2, Belgien, Oktober 1940, Maschine des Kommodore Major Helmut Wick
Stärken:
  • sehr gute Passgenauigkeit
  • gute Aufteilung der Bauteile
  • sauberer und gratfreier Spritzguss
  • schlierenfreie Cockpitverglasung
Schwächen:
  • zu dicker Trägerfilm der Decals
  • keine weiterführenden Farbangaben
  • leider keine Motordarstellung vorhanden

Fazit:

Für den Anfänger kann bereits aus der Schachtel gebaut ein tolles Modell entstehen. Für den erfahrenen Modellbauer bieten sich zahlreiche Möglichkeiten durch Zurüstteile ein noch filigraneres Modell entstehen zu lassen.

Weitere Infos:

Referenzen: David Donald - Deutsche Luftwaffe, Tosa-Verlag Wien, 2001

Diese Besprechung stammt von Herbert Engelhard - 08. März 2010

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