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Sd.Kfz.171 Pz.Kpfw.V Ausf.A w/Zimmerit

(HobbyBoss - Nr. 84506)

HobbyBoss - Sd.Kfz.171 Pz.Kpfw.V Ausf.A  w/Zimmerit

Produktinfo:

Hersteller:HobbyBoss
Sparte:Militärfahrzeuge bis 1945
Katalog Nummer:84506 - Sd.Kfz.171 Pz.Kpfw.V Ausf.A w/Zimmerit
Maßstab:1:35
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2018
Preis:ca. 38 €
Inhalt:
  • 11 Gießrahmen in hellbeigem Kunststoff
  • 19 Gießrahmen in braunem Kunststoff
  •   1 Gießrahmen in klarem Kunststoff
  •   1 Turm in beigem Kunststoff
  •   1 Oberwanne in beigem Kunststoff
  •   1 Unterwanne in beigem Kunststoff
  •   1 geätzte Platine
  •   1 Markierungsbogen
  •   3 Zimmeritbögen aus hellgrauem Kunststoff
  •   1 Schürzenbogen aus hellgrauem Kunststoff 
  •   1 s/w Bauanleitung
  •   1 DIN A4 Blatt mit Lackiervorschlägen

Besprechung:

HobbyBoss - Sd.Kfz.171 Pz.Kpfw.V Ausf.A  w/Zimmerit

Als die Deutsche Wehrmacht während und nach Unternehmen Barbarossa weiter ins sowjetische Land eindrang wurde diese mit den bis dato völlig unbekannten T-34 Panzern konfrontiert. Hauptsächlich ausgestattet mit Pz.38(t), Pz.Sfl., Pz.Kpfw.III & IV hatten diese im Gefecht gegen feindliche T-34 Panzer nur aus nächster Nähe und oft nur durch geschickte taktische Manöver eine Chance. Da die obere Führungsebene bislang davon ausging, dass die Panzer III & IV allen leichten bis mittleren sowjetischen Panzern überlegen war, saß der Schock dementsprechend tief und führte unweigerlich zur Entwicklung eines neuen mittleren Kampfpanzers, dem PANTHER! Nach eingehenden Untersuchungen erbeuteter T-34 Panzer wurden Entwicklungsaufträge an Daimler-Benz und MAN vergeben, die Entwürfe für ein VK3001 (D) und ein VK3002 (M) vorlegten. Der Daimler-Benz Entwurf des VK3001 ähnelte sehr einem T-34. Letzten endes entschied man sich für die MAN Version eines Panthers, da dieser eine eigenständige Konstruktion nach deutschen Erfahrungen und Anforderungen darstellte.

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Die anfängliche Produktion begann mit der Ausf.D, die aufgrund hohen Zeitdrucks und der schnellen Entwicklung erhebliche technische Mängel und Konstruktionsschwächen aufwies. Es folgte die Ausf.A und letztendlich zum Abschluss die Ausf.G. Die Bauweise des Panthers war auch die erste dieser Art bei deutschen Kampfpanzern, bei der die Panzerung angeschrägt war, wobei der Panther am Bug die höchste, an den Seiten und am Heck eine geringere Panzerungsstärke aufwies. Sehr innovativ dürfte seiner Zeit auch die neu entwickelte Drehstabfederung gewesen sein, die dem Panther eine gute Mobilität verlieh. Die Turmbewaffnung war bei allen drei Panther Ausführungen gleich und bestand aus einer 7,5 cm KWK 42L/70. Die Besatzung bestand aus fünf Mann. Das Fahrzeug mit einem Gewicht von gut 45 t wurde von einem 700 PS starken Maybach HL 230 P30 angetrieben. Von 1943 bis Kriegsende wurden vom Sd.Kfz.171 Pz.Kpfw.V „Panther“ etwa 6000 Stück unterschiedlicher Baureihen und Hersteller produziert. Der Panther wurde an allen Kriegsschauplätzen eingesetzt und gilt noch bis heute als einer der besten Kampfpanzer des Zweiten Weltkrieges.

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Nachdem ich den Deckel des 40,8 x 25,9 x 7,7 cm großen Kartons geöffnet habe, schaue ich in eine gut gefüllte Schachtel mit zum Teil einzel verpackten beigebraunen Gießrahmen, sowie Turm, Ober,- und Unterwanne, vier Päckchen mit Kettengliedern in braunem Kunststoff, ein kleiner Gießrahmen aus Klarsichtkunststoff, einen Markierungsbogen, eine kleine Platine mit Ätzteilen, zwei Plastiktüten mit je zwei hellgrauen Kunststoffplatten von denen drei für’s Zimmerit und einer für die Seitenschürzen des Panthers vorgesehen sind, den Bauplan und ein DIN A4 Blatt mit Lackiervorschlägen.

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Die Qualität der gegossenen Bauteile ist sehr gut, ohne nennenswerte Grate, Fischhäute oder Auswerferstellen an nach außen sichtbaren Bauteilen. Alle Bauteile überzeugen durch eine feine Detaillierung. Innenseitig der Oberwanne, Turmbodeninnenseite, Turmrückwand, Unterwanne, Motorabdeckung, Fahrer,- Funkerklappe sind Auswerferstellen erkennbar. Bei Bedarf könnten diese recht einfach entfernt werden. Antriebs,- Lauf,- Kettenspannräder & Schwingarme sind authentisch nachgebildet. Dadurch, dass im inneren der Unterwanne eine komplette Drehstabfederung eingebaut wird, können die einzelnen Schwingarme so verbaut werden, dass die Darstellung eines bewegliches Fahrwerks möglich ist. Die Kette entspricht der einer späten Ausführung und ist ebenso hervorragend wiedergegeben, ohne jegliche Auswurfstellen oder Grate. Die Ketten sind als Einzelglieder konzipert und pro Glied mit vier Angussstegen versehen. Um die Kettenglieder verbauen zu können müssen im Vorfeld zwei Zähne auf jedem Kettenglied verklebt werden. Bei 19 Gießrahmen a 10 Gliedern x 2 macht das 380 Zähne. Ich freu mich jetzt schon… 

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Die Verschlussklappen am Heck von Motor und Lüftern, Abdeckung für Fahrer und Funker, sowie die Klappen der Turmöffnung können wahlweise offen oder geschlossen dargestellt werden. Macht aber ohne Interior nicht wirklich Sinn. Für die Lüfter steht eine sehr filigran geätzte Platine mit Gittern bereit. Optional kann die Kommandantenkuppel der frühen oder mittleren Ausf.A verbaut werden.

Der Decalbogen enthält zwei Balkenkreuze, drei Reihen Turmnummern von 1 - 0 und 2x die Nummer 331. Der Panther Ausf.A mit der Turmnummer 331 gehörte zur 1.Abt. des 4. Pz.Regt. und ging 1944 an der Gustavlinie in Italien verloren.  

Die im Bausatz befindliche Zimmeritbeschichtung ist aus hellgrauem Kunststoff gestanzt und muss nur an wenigen Punkten getrennt werden. Das horizontal angelegte Zimmerit macht einen relativ guten Eindruck, scheint allerdings etwas zu dick geraten zu sein. An dieser Stelle wären vorherige Schleiffarbeiten von Vorteil. Ebenso aus hellgrauem Kunststoff gestanzt sind die seitlichen Schürzen, die einen recht guten Eindruck hinterlassen und nicht geschliffen werden sollten. 

Der etwa DIN A 4 große, 20 Seiten Hochformat umfassende in schwarz-weiß gehaltene, englisch- und chinesischsprachige Bauplan ist Step by Step übersichtlich angelegt und auch für Anfänger schnell und einfach verständlich. Auf dem separaten farbigen DIN A4 Blatt befinden sich Lackiervorschläge mit Farbangaben verschiedener Hersteller.

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Sd.Kfz.171 Pz.Kpfw.V Ausf.A  w/Zimmerit

 

Gussrahmen G x 19: EinzelgliederketteGussrahmen G x 19: Einzelgliederkette RückseiteTurmboden, Kanonenblende, Flugabwehr MG und KleinteileWerkzeuge und HalterungenLaufrollen, Drehstabfedeung und diverse kleinere AnbauteileTriebräder, Leiträder, Drehstabfederung und diverse kleinere AnbauteileKettenschutzbleche, Deckel, Luken, Heckpanzerung und diverse kleinere Anbauteile
Sd.Kfz.171 Pz.Kpfw.V Ausf.A  w/ZimmeritBrems,- & Vorgelegegehäuse, Kotflügel, Heckkoffer, und diverse kleinere Anbauteile Sd.Kfz.171 Pz.Kpfw.V Ausf.A  w/ZimmeritKanonenrohr, Kanonenwiege, Turmteile, Kommandantenkuppel und diverse kleinere AnbauteileSd.Kfz.171 Pz.Kpfw.V Ausf.A  w/ZimmeritSd.Kfz.171 Pz.Kpfw.V Ausf.A  w/ZimmeritSd.Kfz.171 Pz.Kpfw.V Ausf.A  w/Zimmerit
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Gussrahmen G x 19: Einzelgliederkette

Gussrahmen G x 19: Einzelgliederkette 

Darstellbare Fahrzeuge:
  1. Turmnummern für individuelle Fahrzeugvarianten
  2. Panther Ausf.A der 1.Abt. 4.Pz.Rgt. Italien 1944
Stärken:
  • Sehr gute Gussqualität
  • Überzeugende Detaillierung der Bauteile
  • Authentisches Fahrwerk und Ketten
  • Luken können wahlweise geöffnet oder geschlossen dargestellt werden
  • Motorlüftungsgitter als Ätzteile
  • Übersichtlicher Bauplan
Schwächen:
  • Zu viele Gussstege an einem Kettenglied
  • Einzelnes ankleben der Kettenzähne nötig

Fazit:

Beim Sd.Kfz.171 Panther Ausf.A (frühe/mittlere Vers.) handelt es sich um einen guten Bausatz, mit dem Anfänger & Fortgeschrittene sicher Freude haben werden. Ein kleiner Wermutstropfen sind hier die Kettenglieder. Diese könnten zur aufwändigen pfriemelei mutieren. Das Innenleben des Panthers ist bis auf die Drehstabfederung zwar recht leer, aber wer noch das ein oder andere Verlinden Goody zur Hand hat, kann aus diesem Fahrzeug ein tolles Modell bauen. Das passende Alurohr für diesen Panther gibt es übrigens auch von Hobby Boss. Alles in allem liegt dieser Bausatz vom Preis, -Leistungsverhältnis im mittleren Bereich, da einige Hersteller schon für etwas mehr € auch seeehr viel mehr anbieten (full Interior).      

Diese Besprechung stammt von Ronny Lamberti - 15. Dezember 2018

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