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Fw 190 A-5

(Eduard - Nr. 8430)

Eduard - Fw 190 A-5

Produktinfo:

Hersteller:Eduard
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:8430 - Fw 190 A-5
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:März 2008
Preis:ca. 23 €
Inhalt:
  • 163 Spritzgussteile
  • 8 Klarsichtteile
  • 1 Decalbogen
  • 1 Bauanleitung
  • Besprechung:

    Das Original

    Neben der Bf 109 zählt die Fw 190 zu den bekanntesten deutschen Jagdflugzeugen. Die Fw 190, eine Entwicklung des genialen Flugzeugkonstrukteurs Kurt Tank, kam ab Sommer 1941 in der Variante Fw 190 A-1 zum Erprobungseinsatz beim JG 26. Das Muster zeigte sich nach anfänglichen Kinderkrankheiten den damaligen gegnerischen Flugzeugen klar überlegen. Im November 1942 lief die Fertigung der neuen Baureihe A-5 in den Werken Bremen, Marienburg, Oschersleben, Warnemünde und Kassel an. Die Zelle der Baureihe A-5 war gegenüber der Zelle der A-4 verbessert und auf ein breites Spektrum an Rüstsätzen abgestimmt. So wurde u.a. der Motor um ca. 152 mm nach vorn verlegt, um die Schwerpunktverlagerung bedingt durch unterschiedliche Rüstsätze auszugleichen. Zusätzlich wurden hinter den Abgasdüsen regelbare Klappen für den Kühlluftaustritt eingebaut. Die Geräteraumklappe auf der linken Seite wurde vergrößert und nach oben verlegt und ebenfalls verlegt wurde der Deckel des Sanitätspack auf der rechten Seite. An der Rumpfunterseite wurde ein Wartungsdeckel für die Unterschale zugefügt. Ab der Baureihe A-5 fanden sich erstmals Spülrohre für die Scheibenspülung der Frontscheibe am Windschutzrahmen. Die Zelle der Baureihe A-5 wurde zur Standardzelle, auf der alle nachfolgenden Baureihen bis zur A-9 aufbauten. Die Fertigung der A-5 lief bis August 1943, die bis dahin ausgelieferten Maschinen fanden sich sowohl an der Kanalfront, über Deutschland und an der Ostfront im Einsatz.

    Der Bausatz

    Wie bei der "Weekend Edition" üblich, liegen dem Bausatz lediglich die Spritzgussteile und eine Markierungsvariante bei. Ansonsten entspricht der Inhalt dem des regulären Bausatzes der A-5 vom Dezember 2006.

    Ein Teil der Spritzrahmen entspricht denen aus dem Bausatz der Fw 190 A-8, für die wesentlichen Bauteile der Zelle - Rumpf, Tragflügel und Motorverkleidung - liegen aber vollkommen neue Spritzlinge bei. Die Entwickler von Eudard haben es verstanden, die wesentlichen Merkmale der Baureihe A-5 in den Maßstab 1:48 umzusetzen. Das einzige Merkmal der A-5, welches am Modell nicht zu finden ist, ist der mit Riegelverschlüssen befestigte Wartungsdeckel der Unterschale.

    Für die Spritzgussqualität und Detaillierung gilt das gleiche, was schon bei der Fw 190 A-8 angemerkt wurde - Spitzenklasse!

    Neue, A-5 spezifische Spritzrahmen

    Fw 190 A-5Fw 190 A-5Fw 190 A-5

    Fw 190 A-5

     

    Spritzlinge aus der Fw 190 Reihe

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    Fw 190 A-5

     

    Decals

    Dem Bausatz liegt die Markierung der schwarzen 7, geflogen von Leutnant Emil "Bully" Lang im Sommer 1943 bei. Leutnant Lang flog seit Anfang 1943 beim JG54, erst bei der 1./JG54 und ab April 1943 bei der 5./JG54, die er im August des gleichen Jahres als Staffelkapitän übernahm. Langs Maschine zeigt einen außergewöhnlichen Tarnanstrich mit sandgelben Streifen über dem zweifarbig grünen Tarnanstrich die, laut Sandin und Bergström, den Farben RLM 82 und RLM 83 entsprachen, wobei die Bauanleitung RLM70 und RLM71 ausweist!

    Eduard - Fw 190 A-5

    Eduard - Fw 190 A-5

    Bauanleitung

    Die Eduard-typische Bauanleitung führt auf 11 Seiten durch den Bau des Modells. Fragen bleiben nicht offen, so wird auf alle Optionen des Bausatzes eingegangen. Die Farbangaben beziehen sich auf Farben aus dem Programm von Mr. Color.

    Eduard - Fw 190 A-5

    Eduard - Fw 190 A-5

    Darstellbare Maschinen:
    • Fw 190 A-5, 5./JG54 geflogen von Lt. Emil "Bully" Lang, Ostfront Sommer 1943
    Stärken:
    • hervorragende Gussqualität
    • feine Oberflächenstruktur, fein versenkte Gravuren
    • offen darstellbarer Motor und Waffenschächte
    • diverse Außenlasten enthalten
    • mögliche Konfiguration durch beiliegende Teile möglich
    Schwächen:
    • keine ersichtlichen
    Anwendung: In der Weekend Edition handelt es sich, was die Spritzgussteile anbelangt, um den gleichen komplexen Bausatz, der bereits seit März 2007 am Markt ist. Aufgrund des komplexen Aufbaus und der vielen Optionen, gerade im Bereich des Motors, sollte Erfahrung im Bau von Spritzgussmodellen vorliegen!

    Fazit:

    Gegenüber den Fw 190 anderer Hersteller, die, das sei hier gesagt, keinesfalls schlechte Modelle sind, ist Eduards 190 schon als Quantensprung in der Formgebung und Umsetzung von Details zu bezeichnen. Die Weekend Edition der Fw190 spricht sicher nicht nur die Modellbauer an, die ohne Verwendung von Ätzteilen einfach nur ein tolles Flugzeug bauen möchten. Aufgrund der Optionen und Möglichkeiten und des entsprechend günstigeren Preises lohnt sich das Zugreifen allemal - sehr empfehlenswert!!!

    Weitere Infos:

    Referenzen:
    • Focke Wulf Jagdflugzeug Fw 190 A, Fw 190 "Dora", Ta 152 H, Peter Rodeike
    • Deutsche Jagdflugzeuge 1939 - 1945 in Farbprofilen, Claes Sandin und Christer Bergström, Bernhard&Graefe Verlag
    Anmerkungen:

    Den Bausatz auf der Homepage von Eduard sowie die zugehörige Anleitung erreicht ihr über folgende Links:

    Diese Besprechung stammt von Christian Bruer - 09. September 2013

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